Kathi goes America

Experiment canceled!

Freitag, 24.05.2013

Da ich finde, dass dieser Blog ordentlich zu Ende geführt werden sollte und ich schwer hoffe, dass auf meinem Rückweg nichts Unvorhergesehenes und somit Berichtenswertes passiert, wird dies wohl mein letzter Eintrag sein. Dies bedeutet im Klartext: Ich komme nach Hause!!!

Das mag für den Einen oder Anderen etwas unerwartet kommen, aber mich beschäftigt das schon seit einigen Wochen. An einem Punkt, der sich aus mehreren kleineren Situationen ergeben hat, habe ich angefangen, mir die Frage zu stellen, ob ich zufrieden bin und das hier wirklich möchte. Und die Antwort darauf war letztendlich "Nein"! Die Begründung dafür bzw. Erklärung ist vielschichtig und würde den Rahmen des Blogs hier vermutlich mehr als sprengen. Außerdem möchte ich euch meine psychodiagnostische Selbstanalyse vorerst ersparen, da ihr ansonsten vermutlich tiefere Einblicke in die unendlichen Weiten meiner verdrehten und komplizierten Psyche bekommen würdet, als euch lieb ist! Zwinkernd

Spass beiseite... Es haben mich tatsächlich einfach ganz verschiedene Gründe dazu veranlasst, diese Entscheidung zu treffen. In vereinfachter Form gibt es zwei Hauptaspekte, die für mich in der Form vorher einfach nicht absehbar waren. Da ist zum Einen das Au-Pair-Leben - grob gesagt -, das für mich einfach nicht befriedigend war. Wäsche waschen, Essen kochen, die Kinder rechtzeitig abholen und dann diese unglaublich langweiligen Schwimmstunden und Softballspiele. All das, was mir als Babysitter noch Spass gemacht hat, ist für mich in der tagtäglichen Ausführung alles andere als erfüllend. Die Kids sind großartig und es macht super viel Spass, Zeit mit ihnen zu verbringen. Allerdings nicht in der Art und Weise, in der ich es tun musste. Daneben meine viele freie Zeit mit Aufgaben und Beschäftigungen zu füllen, nur um sie zu füllen, hat es irgendwie auch nicht besser gemacht. Selbst an guten Tagen, an denen ich Freunde getroffen habe oder Fortschritte in Sachen Basketball und Uni machen konnte (dieser Schiedsrichter-Typ hat mich sogar zu einigen Camps eingeladen), habe ich mich einfach nicht ausgelastet gefühlt bzw. sinnvoll oder nützlich. Grundsätzlich neige ich eher dazu, zu viele Dinge auf einmal zu machen und mich zeitlich zu übernehmen. Dementsprechend war es in der Anfangsphase ganz reizvoll, mal die volle Freizeit und Flexibilität genießen zu können. Mir ist aber relativ schnell bewusst geworden, dass ich das nicht für ein volles Jahr möchte!

Neben alledem ist mir klar geworden, wie gerne ich doch all das habe, was ich mir in Deutschland in den letzten Jahren aufgebaut hatte: mein Studium, meine Arbeit, meine eigene Wohnung, mein Hobby Basketball. All das, wovon ich vor meiner Abreise fast etwas genervt war, fehlt mir nun enorm! Ich denke, der große Abstand und die komplett andere Situation, in der ich hier gelebt habe, hat mir eine andere Perspektive auf die Dinge vermittelt, sie mir in einem anderen Licht gezeigt.

Letztendlich gab es, denke ich, noch einen weiteren gravierenden Aspekt, der mich zu meiner Erkenntnis geleitet bzw. diese hervorgehoben hat. Die "Amerika-Euphorie" hat mich nicht sonderlich gepackt bzw. der "Wow-Effekt" ist ausgeblieben. Das Land - bzw. das, was ich davon so kennengelernt habe - hat durchaus aufregende, positive und sehr interessante Facetten. Gleichzeitig nerven einige Dinge aber auch ungemein! Insgesamt also sind die USA für mich auch nur ein Land nach dem Motto "nice-to-see", aber auch nicht mehr. Verglichen mit der Begeisterung, die so manch anderes Au Pair in Bezug auf dieses Land an den Tag legt, hat mich der "Das-Land-Der-Unbegrenzten-Möglichkeiten"-Hype wohl einfach nicht gepackt...

Wie dem auch sei - jetzt habe ich doch ganz schön weit ausgeholt für meine Erklärungen. Die Vorstellung, am Wochenende nach Hause zu kommen, fühlt sich jedenfalls großartig an und obwohl dort einige Baustellen auf mich warten, bin ich höchstmotiviert, diese in Angriff zu nehmen!

Sorry, dass ihr mich nun doch schneller als gedacht wieder an der Backe habt Zwinkernd

Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls sehr, euch alle wiederzusehen!

Bis bald!

P.s. Hier noch ein paar Bilder aus Washington. Das Weiße Haus wollte ich dann vor meiner Abreise doch noch gesehen haben Lachend

White House White House + Kathi Jefferson-Memorial Lincoln-Memorial

German-French Weekend

Dienstag, 14.05.2013

Am Freitag hatte Helen eine große Präsentation – State Fair - in der Schule, bei der jedes der Kinder in ihrem Jahrgang einen Bundesstaat vorgestellt hat. Da die Kids das gesamte Schuljahr daran gearbeitet hatten, fanden sich nun am Freitag alle Eltern – oder zumindest die meisten – in der Turnhalle ein, um die Ergebnisse zu bestaunen. So bin also auch ich gemeinsam mit Walter dort hin und war ziemlich beeindruckt, was die Kinder auf die Beine gestellt haben! State Fair 1 State Fair 2

Anschließend musste ich einkaufen, Betten beziehen und putzen, da sich 4 der 5 deutschen Au Pairs, die ich in New York kennengelernt hatte, angekündigt hatten, mich zu besuchen. Gegen 20.30 Uhr bin ich dann in sturzbachartigen Regenfällen zur Metro-Station geschlichen, um die Mädels dort abzuholen und nachdem wir unterwegs noch eine Pizza eingesammelt hatten, haben wir bei mir einen gemütlichen Abend verbracht und uns erst einmal ausgiebig über amerikanische Eigenheiten und unsere Erfahrungen mit den Gastfamilien ausgetauscht. Da Pauline, eine der Französinnen aus New York, mich gefragt hatte, ob sie sich uns anschließen könnte, zog sich ein interessanter deutsch-französischer Englisch-Sprachmix durch das Wochenende (die Amis staunen immer nicht schlecht über Paulines und meine Französisch-Deutschen Englisch-Konversationen...so viel Multikulturalität sind die wohl nicht gewöhnt Zwinkernd).

Am Samstagmorgen gab es dann erst einmal ein ausgiebiges Frühstück mit Waffles, Syrup und Strawberries und da für den Tag sehr schlechtes Wetter angesagt war, beschlossen wir, unseren Baltimore-Plan auf Sonntag zu verschieben. Stattdessen machten wir uns auf den Weg nach Frederick, einer süßen, kleinen Stadt hier in der Nähe. Glücklicherweise erreichte uns der Regen erst gegen Mittag, dafür aber schlagartig und wie aus Eimern, so dass der Weg zurück zum Auto einer Wildwassertour glich und wir ziemlich durchnässt dort ankamen. Dafür hatten wir vorher aber ein paar sonnige Stunden in Frederick.

Beladen mit Mittagessen to-go von Noodles & Company kamen wir gegen frühen Nachmittag dann wieder bei mir Zuhause an und machten uns an die Planung des Abends und des nächsten Tages. Bei 6 Mädels mit ganz unterschiedlichen Wünschen, Ideen und Plänen ging das natürlich super fix und nach ungelogen 4 (!) Stunden stand ein Plan: Wir fuhren gemeinsam nach Bethesda, von wo aus 3 der Mädels die Metro nach D.C nahmen, um dort feiern zu gehen und wir anderen 3 suchten uns eine Bar und waren somit gegen halb zwei wieder zurück. Die anderen Mädels kamen gegen 5 Uhr nach Hause mit einer interessanten Geschichte, wie wir am nächsten Morgen erfuhren. Die Idee ist ursprünglich gewesen, dass sie die letzte Metro um 2.50 Uhr zurück nehmen und von der nächstgelegenen Metro-Station ein Taxi zu mir. Das hätte dann ca. 60 Dollar gekostet. Stattdessen entschieden sie sich jedoch, noch länger zu bleiben und ein Taxi direkt aus D.C. zu nehmen, so dass sie mit diesem gegen 4 Uhr oder halb fünf bei mir waren. Hier angekommen, wies der Fahrer die Mädels darauf hin, dass er nur Cash nehme, da er kein Kartenlesegerät habe (oder es nicht funktioniere), was zu einem großen Problem führte...die Mädels hatten nicht so viel Cash dabei. Der Taxifahrer aus Washington muss nach diesem Abend ziemlich fertig gewesen sein, nachdem was die Mädels so berichtet haben. Er hatte nämlich nicht nur keinen Plan, wo er sich befand (irgendwo mitten im Walde auf einem Hügel), sondern obendrein brauchte er Hilfe, das Haus zu finden, welche ihm die Mädels jedoch nicht geben konnten, da sie ja selber keine wirkliche Ahnung hatten. Auf Nachhaken, dass doch eine von ihnen da wohnen müsste, meinten die Mädels nur, dass keine von ihnen dort wohne, was dem armen Kerl bereits die erste Verwirrung und Verzweiflung beschert haben muss. Weiterhin konnte ihn die Mädels also nicht bezahlen, was ihn wohl etwas ungemütlich hat werden lassen. Sie mussten also zu einem Bankautomaten fahren, allerdings schien selbst sein Navi mit der Gegen hier überfordert gewesen zu sein, da es ihn erst einmal in irgendeine Ecke lenkte und von dort aus nicht mehr weiter wusste. Irgendwann gegen 5 Uhr kamen die Mädels dann letztendlich jedoch wieder am Haus an und waren um 130 Dollar ärmer (ob der Taxifahrer D.C. jemals wieder erreicht hat, bleibt jedoch offen).

Am Sonntagmorgen habe ich zu 8.30 Uhr das Frühstück fertig gemacht (ja, für die Partypeople durchaus früh), damit wir uns frühzeitig auf den Weg nach Baltimore machen konnten. Da wir keinen richtigen Plan hatten, wo in Baltimore wir eigentlich hin wollten, habe ich ins Navi einfach eine Adresse eingegeben, die nach Hafen klingt – oder zumindest war das meine Idee, denn JA, auch nach zwei Monaten machen sich noch Sprachdefizite bemerkbar. Denn anstelle von „Harbor St“ erschien dort „Harper St“ und ich dachte mir „ach ja, das muss ja dann in der Nähe des Hafens liegen". Wir haben uns sogar extra noch für den „Harper Way“ entschieden anstelle der Street, da wir uns einig waren, dass das wohl die größere Straße sein wird. Wo wir dann landeten, sah es alles andere als nach Hafen aus, sondern vielmehr nach Ghetto-Baltimore oder zumindest einem etwas ungemütlichen Teil der Stadt.

Nachdem wir dann jedoch den Hafen noch gefunden hatten und dort auch eine Weile herumgelaufen waren, machten wir uns auf die Suche nach dem Touristenteil der Stadt. Zwar gab es am Hafen einige Restaurants und auch das Aquarium, aber so richtig viel war dort noch nicht zu sehen.

Wir marschierten also los, bewegten uns aber nach wie vor in eher dreckigen und nicht gerade einladend aussehenden Ecken der Stadt und beschlossen letztendlich, das Auto aus dem 13-Dollar-Parkhaus wieder herauszufahren und uns mit ihm auf die Suche nach schöneren Stadtteilen zu machen.

Am Ende des Tages kamen wir zu dem Schluss, dass es keine besonders gute Idee war, einfach drauf los in eine große Stadt zu fahren, ohne auch nur annähernd einen Plan zu haben, wo man etwas sehen kann und was wir eigentlich sehen wollen. Hauptsächlich bestand nämlich so unser Trip aus Auto fahren und suchen. Wenigstens können wir so behaupten, eine große Vielfalt an Ecken von Baltimore gesehen zu haben und nachdem wir doch noch einen schönen Park gefunden und dort eine Weile in der Sonne gesessen hatten, waren wir uns trotzdem einig, dass es ein schöner Tag gewesen ist!

Recently happened...

Mittwoch, 24.04.2013

Hier nun die neuesten Geschehnisse meiner vergangenen Wochen... gewisse Leute sind schon etwas ungeduldig geworden… Zwinkernd

Neben dem Boston-Anschlag, einer Tornadowarnung, Familienbesuch und -veranstaltungen und Au Pair-Treffen gab es auch mal wieder ein paar Alltagsschwierigkeiten.

In Bezug auf den Boston-Anschlag muss ich sagen, bin ich überrascht, wie hier Nachrichtenübermittlung funktioniert. Man muss schon echt CNN oder einen anderen Nachrichtensender einschalten, um detaillierte Informationen zu erhalten. Die Radiosender beispielsweise beschränken sich da eher auf mehrfache kurze Anteilnahme im Laufe des Tages, ansonsten bleibt es aber bei ewig langen Werbepausen und Gossip über irgendwelche Promis etc. Ich habe echt die Vermutung, dass ihr zwischenzeitlich besser informiert ward  als ich hier vor Ort. Jedenfalls bin ich nun bemüht, jeden Morgen beim Frühstück die Nachrichten zu schauen, um wenigstens halbwegs auf Stand zu bleiben.

Ansonsten hat das Wetter hier zwischenzeitlich verrückt gespielt. Wir hatten kurzzeitig Hochsommer – ich MUSSTE erst einmal losrennen und powershoppen, um mich mit dem nötigsten einzudecken, da meine Jeans und Pullis nicht mehr ganz angemessen waren bei 30°C (das war natürlich für mich als Shopping-Muffel eine wahre Tortur Zwinkernd ). Kurz darauf kam dann eine kalte, aber immer noch schöne Phase, dicht gefolgt von einer Regenfront Ende der letzten Woche mit dazugehöriger Tornadowarnung für Maryland Überrascht Es ist aber zum Glück alles gut gegangen und unser Haus steht auch noch (!).

Ansonsten hat Walter seinen 60. Geburtstag gefeiert und das war natürlich ein Anlass, zu dem sich eine Menge Verwandtschaft hier nach Maryland bewegt hat. Ich muss auch echt zugeben, dass er ein paar wirklich nette Freunde hat, so dass es mir ziemlichen Spass bereitet hat, das Wochenende mit ihnen zu verbringen. Am unterhaltsamsten war dabei mit Abstand Walters Schwester Sally, die mit ihrem Mann Peter auch noch ein paar Tage länger als alle anderen geblieben ist. Bevor ich Sally das erste Mal begegnet bin, hatten mich die Kids bereits darauf vorbereitet, dass sie sehr gerne und sehr viel abknutscht und knuddelt. Dies ist mir zum Glück erspart geblieben (Helen und Charlie jedoch nicht…ganz zu meiner Schadenfreude)! Dafür aber waren die ersten Minuten mit ihr mehr oder weniger ein verbales Geknuddel und Geknutsche, denn Sally hat das „Awesome-Amazing“-Ding ziemlich raus. Nachdem sie also herausgefunden hatte, dass ich aus Deutschland bin und mein Name Kathi lautet (ich hingegen durfte erfahren, dass ihr Lieblingsname Katja ist, weswegen ich auch den Rest der Zeit so von ihr genannt wurde…), fand sie alleine das schon „so cute“. Weiter wollte sie wissen, wie mein Nachname ist und auch diesen fand sie „amazing“. Um einen realitätsgetreuen Eindruck davon zu gewinnen, wie sie dies zum Ausdruck gebracht hat, dehne man jeden Vokal des folgenden Satzes in etwas unnatürlichem und übertriebenem Maße: „Ohhh, that iis aamaaziing…thaat iis greeaat“. Ungelogen hat sie diese Satzkombination bei ihren weiteren Fragen nach meinem Alter, der Stadt, aus der ich komme und wie lange ich schon hier bin, noch weitere drei oder vier Mal verwendet. Mein Lächeln war dann mittlerweile eingefroren und eine wirkliche Reaktion darauf ist mir auch nicht mehr eingefallen. Es war definitiv mehr als merkwürdig!

Nachdem der Geburtstagsstress vorüber war, habe ich mich wieder daran gemacht, Freizeitaktivitäten für mich zu entdecken und ich bin dabei tatsächlich auf ein paar Daten für Frauenbasketball in meiner Umgebung gestoßen. Nicht selten stand ich jedoch in leeren Hallen, um von irgendwelchen Hausmeistern zu erfahren, dass sich nicht genug Frauen finden konnten – ein ähnliches Problem also wie in Berlin.

Dafür hatte ich so Gelegenheit, mal einen ganz anderen Sport auszuprobieren…ZUMBA! Wem dies kein Begriff ist: Zumba ist eine Mischung aus Aerobic und lateinamerikanischen Tänzen und wird sowohl im deutschen als auch im amerikanischen Fernsehen umworben, um speziell Frauen davon zu überzeugen, dass es DIE Methode ist, mit Spass abzunehmen. Hier mal ein Eindruck davon, wie das in etwa abläuft (Ich vermute, ich sah aber eher aus, wie der Kerl in der hinteren Reihe…): https://www.youtube.com/watch?v=sV4GAWdY5s8

Neben Sportbeschäftigungen habe ich mich auch etwas mit Backen vergnügt…oder es zumindest versucht. In Utah hatte mir der Hotelinhaber ein Rezept für Banana Bread gegeben, weil ich das so unglaublich lecker fand. Meine große Aufgabe bestand also darin, dieses Brot „nachzubacken“. Leider aber war das Rezept handschriftlich verfasst, weswegen ich bei manchen Mengenangaben etwas raten und mich ansonsten auf mein begnadetes Backgefühl verlassen musste, was die Konsistenz des Teiges anbelangte…Fehler! Ich habe zu viel Buttermilch verwendet und selbst nach 1 ½ stündigem Backen – die Kruste war schon schwarz – bestand die Mitte des Brotes aus flüssigem Teig Weinend

Dafür habe ich ein Rezept für Russischen Zupfkuchen in englische Maßeinheiten umgerechnet und das Exemplar, das Charlie und ich am Wochenende gebacken haben, wurde uns aus den Händen gerissen. Pam meinte sogar, das sei einer der besten Kuchen, die sie jemals gegessen habe (und da das so ziemlich die emotionalste Regung von Pam war, die ich bisher miterleben durfte, habe ich mich sehr darüber gefreut!).

Um euch auch einen weiteren Alltags-Fail nicht vorzuenthalten: Ich hatte letzte Woche meine bisher unangenehmste Autofahr-Erfahrung, als ich mit den Kids vom Einkaufsladen nach Hause fahren wollte. Völlig ins Gespräch vertieft, habe ich den Parkplatz nach links abbiegend in eine zweispurige Straße verlassen – mir erschien also nichts falsch daran…eine Spur für jede Richtung. Leider aber handelte es sich bei beiden Spuren um die gleiche Richtung…dummerweise nicht meine. Ich war also kurzerhand ein Ghost-Driver und das für mindestens 50 Meter!!! Ich dachte, ich sterbe! Erstaunlicherweise hat NIEMAND gehupt, sondern alle waren lediglich darum bemüht, mir auszuweichen und mich ziemlich irritiert anzustarren. Oh man, war das peinlich! Es ist zum Glück alles gut gegangen und die Kids und auch Walter hatten sehr viel Verständnis für mich Verlegen

Einen ziemlich coolen Event durfte ich in der letzten Woche noch miterleben. Eine Schule hier in der Nähe hat ein Basketballspiel veranstaltet, bei dem die Students Studentsgegen die Teacher Teacherangetreten sind und das war nicht nur ziemlich witzig, sondern auch ein echt knappes und spannendes Spiel. Ich finde, das sollte man an den deutschen Oberschulen ebenfalls einführen!

Kreditkarte und andere Hindernisse!

Dienstag, 02.04.2013

Stück für Stück werde ich gerade in die Lebensweise der Amis eingewiesen, wozu natürlich auch eine Kreditkarte zählt (ich hatte schon langsam das Gefühl, schräg angeguckt zu werden, wenn ich mein Bargeld raushole...oder aber ich habe mich sofort als Touri geoutet Zwinkernd).

Ich besitze nun also ein Bankkonto und auch eine dazugehörige Kreditkarte! So weit so gut...die wollte ich dann natürlich auch sofort benutzen und es bot sich eine erste Gelegenheit in einem Office-Store, wo ich mir eine Laptoptasche gekauft habe. Ich bin also zur Kasse, habe meine Kreditkarte gezückt und gewartet...und gewartet...und gewartet. Genau wie der nette Herr mir gegenüber, der (seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen) gedacht haben muss "ist die blöd?!". Somit war die erste Sache, die ich gelernt habe: nicht die Kassierer ziehen die Karte irgendwo durch, sondern ich mache das selbst. Nach einigem Rumprobieren, wie ich diese Karte nun durch das Gerät ziehen muss (der Kassierer wirkte mittlerweile ziemlich angenervt), hat es dann geklappt und für mich war damit mein Job getan.....dachte ich zumindest. Der junge Mann fragte mich daraufhin "Credit or Debit?". Ich hatte keine Ahnung, wovon er da spricht und dachte mir, tust du einfach so, als hättest du ihn nicht richtig verstanden ("Pardon?"). Das habe ich dann noch zwei mal getan (und ja, ich bin mir sicher, er hat mich für vollkommen beschränkt gehalten!), bis ich mir sicher war, dass ich keine Ahnung habe, was er von mir will. Pam hat daraufhin beherzt eingegriffen und dem Kassierer erklärt, dass ich nicht von hier sei, woraufhin er mit mir gar nicht mehr reden wollte. Er hat Pam dann die gleiche Frage gestellt und ihre Antwort war "Credit". (Kurz als Erklärung: Man besitzt lediglich eine Karte, die man sowohl als EC-, als auch als Kreditkarte verwenden kann. Debit meint also, dass das Geld erst später und u.U. in einzelnen Raten abgebucht wird, was aber natürlich auch Geld kostet und das nicht zu wenig)

Das ist ohnehin ganz interessant, wenn man in einem fremden Land mit einer fremden Sprache ist, sind einem ja viele Begriffe einfach nicht geläufig, was dazu führt (bei mir tut es das ständig), dass man bei verschiedenen Optionen sich für diejenige entscheidet, dessen Bezeichnung einem etwas sagt. Ich bin mir aber sicher, dass ich dadurch eine Menge guter oder viel besserer Optionen habe sausen lassen. Klar, ich könnte mir die Begriffe der anderen Optionen erklären lassen, aber nicht immer bleibt dafür Zeit. Und hey, ich meine, sonst hätte ich sicherlich nie die absolut widerlichste Erfahrung in Sachen Softdrinks mit einem Getränk namens "Root Beer" gemacht. Bäh, schmeckt das Zeug ekelhaft! Wer also nicht scharf auf ein Erfrischungsgetränk in der Geschmacksrichtung "Hustensalbe-abgestandener Apfelsaft" ist, der sollte dieses Getränk meiden! Zwinkernd

Der Fairness halber muss ich aber anmerken, sind - abgesehen von diesem entnervten Burschen im Office-Store - die meisten Amerikaner wirklich sehr aufgeschlossen und verständnisvoll, wenn sie merken, dass ich mich noch nicht so gut mit den Gepflogenheiten hier auskenne!

Ansonsten bin ich gerade ziemlich bemüht, die Spuren des Basketballs zu entdecken. Alles, was mir die Basketballtrainerin an der Schule der Kids sagen konnte, war, dass Basketball erst wieder im November losgeht und, tut mir leid, aber das will und kann ich nicht glauben! Ich habe es mir also zur Aufgabe gemacht, jeden Menschen, der nach Basketball aussieht, bis aufs Äußerste auszuquetschen und jeden Namen, der mir dabei genannt wird, zu kontaktieren. Am Montag hatte sich dann ein erstes Opfer gefunden mit dem Namen Eric. Er spielt am College und konnte mir zumindest den Namen und die Nummer einer Trainerin geben, die für die Frauen verantwortlich ist.

Außerdem konnte ich herausfinden, dass es eine Association für Basketballschiedsrichter in Maryland gibt und denen habe ich gestern eine lange und - wie ich fand - sehr freundliche Mail geschrieben, in der ich kurz geschildert habe, wie meine Situation ist und welche Infos ich gerne hätte. Als Antwort kam: "Wo in MD lebst du?" und weiter unten konnte ich sehen, wurde meine Mail dem zuständigen Sachbearbeiter mit den Worten "Willst du darauf antworten?" weitergeleitet... Okay, zugegebenermaßen hatte ich mit mehr Enthusiasmus gerechnet, wenn ein ausländischer SR Interesse zeigt, hier zu pfeifen, aber hey, immerhin hat er "geantwortet" und mittlerweile habe ich einen Namen und eine Nummer der Person erhalten, an die ich mich für weitere Fragen wenden soll. Ich werde es also weiter versuchen... Lächelnd

Back from Utah!

Freitag, 29.03.2013

Seit gestern Abend sind wir zurück aus Utah und oh mein Gott, was für ein beeindruckender Bundeststaat! Ich habe noch nie so viel und noch dazu so beeindruckende Natur gesehen wie in der vergangenen Woche...

Am Donnerstag sind wir erstmal in Salt Lake City, der Hauptstadt von Utah, gelandet und dort zu unserer ersten Unterkunft (einem der Marriott-Hotels gefahren) Marriott, SLC. SLC ist mit Sicherheit ganz schön, allerdings hat es am nächsten Tag, als wir ein bisschen rumgelaufen sind, ziemlich geschneit und so grau in weiß war ich nicht in übertriebenem Maße mitgerissen... Mormonen-Kirche erstes Familyportrait

Hier mal ein paar Fakten: Utah ist der in Bezug auf Religion homogenste Staat der USA. Der Staat ist durch das Mormonentum gekennzeichnet und ich muss zugeben, dass ich das erste Mal wirklich was über diese Religion gelernt habe. Zum Beispiel dürfen ausschließlich Mormonen in deren Kirchen (man hat also keine Gelegenheit, sich solch eine Kirche mal von innen anzusehen). Außerdem befürworten Mormonen die Polygamie und trinken keinen Alkohol, was dazu geführt hat, dass wir in den Restaurants in SLC und Umgebung erst einmal fragen mussten, ob man bei denen Wein trinken darf. Das war irgendwie ziemlich merkwürdig!

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Logan, wo wir Ruth und Jim Morgan - super nette Freunde von Walter - getroffen haben und Jim uns seine Gegend gezeigt hat.

Ausblick von Jims und Ruths Garten Außerdem gab es selbstgemachte Blueberry-Pancakes mit frischen Erdbeeren...super lecker! Lächelnd

Nachdem wir dann eine Nacht in einem anderen Marriott-Hotel mit noch größeren Zimmern und Betten verbracht hatten Marriott, Logan, haben wir uns alle gemeinsam auf den Weg nach MOAB und den dort gelegenen Canyonlands gemacht. Ich bin bei Ruth und Jim im Auto mitgefahren und über Langeweile konnte ich mich während dieses 7h-Roadtrips definitiv nicht beklagen, da die beiden ziemlich gute Reiseführer sind und ich somit jeden Vogel und jeden Stein erklärt bekommen habe (das war ziemlich unterhaltsam!). Einzige Schwierigkeit dabei war Jims doch sehr...ich nenne es mal rustikales Englisch, da er irgendwie solch einen "Cowboy-Slang" besitzt, also etwas nuschelt und die Konsonanten etwas verschluckt. Dafür ist mein Englisch-Gehör nach dieser Woche bestimmt mindestens doppelt so gut wie zuvor! Zwinkernd

Unterwegs haben wir einen Halt für eine kleine Hiking-Tour bei bestem Wetter eingelegt, was schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die Canyons vermitteln konnte Helen Charlie  Der Weg nach Moab war fast ein bisschen so wie eine Tour entlang der Route 66 (oder zumindest so, wie ich mir eine solche Tour vorstelle...) mit ewig langen Straßen, viel Natur und frei umherlaufenden Tieren überall...ziemlich cool!

In Moab angekommen, haben wir in einem B+B eingecheckt, dass mit ziemlich viel Liebe von einer Südafrikanerin und ihrem amerikanischen Mann geleitet wird. Unsere Zimmer waren in kleinen Holzhütten und die Einrichtung eines jeden Zimmers variierte nach verschiedenen Themen wie Südafrika und Indien (Wenn ihr also mal in Moab seid, dann schlaft dort!).

Oh man, mir rennt die Zeit davon, deswegen folgendes etwas komprimiert...

Die nächsten drei Tage bestanden aus Touren durch die verschiedenen Gebiete der Canyonlands, wie beispielsweise dem Arches-Nationalpark, wo man von Wasser ausgespülte gigantisch große Steinbögen bewundern kann. Diese Eindrücke lassen sich eh viel besser in Bildern als in Worten ausdrücken, also seht selbst:

mein Lieblingsbild

Das Matia-Haus

Dienstag, 19.03.2013

Das Wetter ist gerade so schön, da habe ich die Gelegenheit genutzt, ein paar Fotos von draußen zu schießen...

Frontansicht Seitenansicht (mein Eingang unten links) andere Seite mit Terasse und XXL-Grill Garage und Gästehaus Garten Blick runter vom Haus zur Straße Garten 2

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach...

Dienstag, 19.03.2013

Ich denke, es wäre alles etwas leichter, wenn ich nicht morgens aufstehen würde und schon müde wäre. Mein Körper scheint mit dem, was ich hier gerade so tue, nicht ganz einverstanden zu sein oder zumindest nicht tough genug, um dem standzuhalten Zwinkernd

Aber der Fairness halber muss ich schon zugeben, ist es ein ziemlich straffes Pensum, das ich derzeit absolviere, was vermutlich auch der Grund dafür ist, dass ich alle zwei Tage das Bedürfnis habe, hier über irgendetwas zu berichten. Das legt sich mit Sicherheit bald und dann hat auch mein Körper Zeit, den Rückstand auf meinen Verstand wettzumachen…

Nachdem ich am Samstag also schon einen der beiden „Big Loops“ der Umgebung kennengelernt habe, sprich eine Menge Auto gefahren bin und danach glücklicherweise erst einmal etwas Zeit für mich hatte, ging es am Abend wieder zu der Familie, bei der Helen auf einer Geburtstagsparty war. Kaum zu glauben, aber abgesehen davon, dass deren Haus WIRKLICH am AdW liegt, leben sie einfach mal wie der stereotype Ami in unseren deutschen Köpfen. Wir kamen in die Küche und dort befanden sich auf der Kücheninsel in der Mitte mehrere Pizzaschachteln von Pizza Hut. Die Kinder saßen rund herum oder rannten umher und hielten ihr Häagen-Dazs-Eis in der Hand (von dem wir auch erst einmal jeder eins in die Hand gedrückt bekamen). Der Fernseher in der Küche lief, allerdings fiel es mir trotz argem Bemühen schwer, zu identifizieren, was dort gerade zu sehen war, da auch der große Flatscreen im Wohnzimmer vor sich hin flackerte, der sich von mir nur etwa 5 Meter entfernt befand. Mich erreichte also lediglich eine Mischung aus Hannah Montana und Avatar oder etwas ähnlichem…

Die Mädels präsentierten mir dann stolz das Resultat ihres Tages: lackierte Finger- und Fußnägel. Ja, die 10-jährigen Ladies waren in einem Spa und haben sich dort verwöhnen lassen…warum auch nicht!

Wie es sich gehört, haben sich Walter und der Gastgeber dann erst einmal mit einem Glas Wein in das Kaminzimmer verzogen und alle weiblichen Anwesenden inklusive Charlie haben sich auf dem Flatscreen Fotos des Geburtstagskindes angeschaut.

Später kamen noch einige der anderen Eltern dazu und irgendwann saßen wir alle im Kaminzimmer. Was mir bisher aufgefallen ist…hier in den Staaten sind seeeehr viele Dinge und Personen „amazing“, „very nice“, „so cute“ und „fantastic“. Was ich daran mag, ist die Tatsache, dass vor allem Kinder hier viel Lob und Bestätigung abbekommen. Dagegen fällt es mir etwas schwerer, zu differenzieren, welche Nuancen dazwischen liegen bzw. ob es überhaupt welche gibt…aber egal.

Am Sonntag hatte ich dann mein erstes AuPair-Meeting. Wir waren Bowlen und ich habe auf meiner Bahn gewonnen (!), aber das lief mehr so nebenher (jeder hat zwischenzeitlich mal kurz seine Kugel auf die Bahn geschmissen, sich aber in den meisten Fällen noch bevor sie das Ende erreicht hatte, weggedreht, um die Konversation fortzusetzen). Viel interessanter war es tatsächlich die anderen Mädels kennenzulernen (zwei Französinnen kannte ich bereits aus New York) und herauszufinden, wie es bei ihnen so läuft. Am prägnantesten ist mir eine Südafrikanerin in Erinnerung geblieben, die seit 10 Monaten hier ist und völlig fertig klang. Sie meinte, sie habe sich schon öfter gefragt, warum sie das hier eigentlich macht und nachdem sie bei der Getränkebestellung ein Bier mit den Worten „Ich brauche nach dem Tag heute dringend Alkohol“ orderte, beschloss ich, dass der Sitzplatz am anderen Ende der Bank doch etwas bequemer gewesen ist Zwinkernd Mit den Französinnen und einer Spanierin hingegen habe ich mich super verstanden und diese wohnen auch gar nicht so weit von mir entfernt…

Mein CC hat mich dann nach Hause gefahren, um Pam und Walter persönlich kennenzulernen und mir wurden ein paar „Regeln“ erklärt. Pam hat mich darum gebeten, nicht im Auto zu rauchen, niemanden aus dem Internet zu treffen und falls doch, demjenigen NICHT unsere Adresse hier zu geben. Unglaublich, was die beiden mit ihren AuPairs schon mitgemacht haben… Ein Mädchen war wohl gerade mal eine Woche hier, da hat sie einen Typen aus dem Internet diese Adresse gegeben und sich hier mit ihm getroffen (Da waren Pam und Walter irgendwie nicht so begeistert von). Ein anderes Mädchen hat ein Stoppschild missachtet, woraufhin Walter sie darum bat, an den Kreuzungen, wo solche Schilder stehen, doch bitte anzuhalten (You have to STOP at the STOP sign!). An der nächsten Kreuzung überfuhr sie das Stopschild erneut oder zumindest die Haltelinie und hielt stattdessen mitten auf der Kreuzung und blieb dort stehen. Walter hat mit Bedauern angemerkt, dass sie das wirklich nette Mädel dann leider wieder nach Hause schicken mussten (Ich werde mein Bestes geben, keine dieser Stories zu werden…).

Naja, genug Details. Ich berichte dann ein bisschen von unserem Utah-Trip, wenn wir nächste Woche Donnerstag zurück sind.

Eins noch…es ist wirklich unglaublich cool, in ein Sportgeschäft zu gehen, dort einen Haufen Basketballklamotten rumliegen zu sehen und auf einem Fernseher läuft irgendein NBA-Spiel!!! Lachend

Welcome to Maryland!

Samstag, 16.03.2013

Um 9.10 Uhr am gestrigen Morgen hat mein Super Shuttle mich vor dem YMCA eingesammelt und zum Newark-Flughafen gebracht. Im Unterschied zum Großteil der restlichen Gruppe ging mein Flug etwas früher, so dass ich von da ab auf mich alleine gestellt war. Und genau so sah ich vermutlich auch aus... Am Flughafen angekommen, habe ich erstmal verzeifelt nach meinem Gate gesucht in der Hoffnung, dort meine Boarding-Card zu bekommen und mein Gepäck loszuwerden (denn ja, so funktioniert das halt in Deutschland!). Im Amiland ist das alles etwas anders, da gibt man erstmal irgendwo (es gibt verschiedene Etagen mit verschiedenen Schaltern) sein Gepäck auf und holt sich an einem Automaten seine Boarding-Card. Nachdem mich also bis dahin bereits zwei Mitarbeiter vor Ort von sich aus angesprochen hatten, weil ich scheinbar tatsächlich ziemlich orientierungslos wirkte, wusste ich zumindest, wo und wie ich an meine Boarding-Card komme. Diese habe ich dann ausgedruckt und wollte gerade - sehr zufrieden mit meiner bisherigen Leistung - losmarschieren, als mich eine andere Mitarbeiterin völlig entsetzt fragte, warum ich immernoch meinen Koffer bei mir hätte... (Blöd, den hätte ich scheinbar während des elektronischen Check-Ins an irgendeinem Punkt auf irgendeine Wage legen und aufgeben müssen). So musste nun also eine extra herzitierte Mitarbeiterin das Problem in Ordnung bringen, was sie zum Glück auch tat. Meinen Koffer war ich also los! Nachdem ich dann die Sicherheitskontrollen glücklicherweise ohne weitere Probleme passiert hatte, kam ich im Wartebereich meines Gates an und war bereits dort etwas verwundert über die Größe dessen. Hätte ich zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, warum dieser nur so klein war, wäre ich vermutlich etwas weniger optimistisch gewesen, aber so harrte ich einfach der Dinge, die da kommen sollten. Was dann aber kam, hätte Amra vermutlich schreiend davonlaufen lassen Zwinkernd Das Flugzeug besaß genau 50 Sitzplätze, war also WINZIG, was zur Folge hatte, dass das Starten und Landen einer Offroad-Jeep-Tour gleichkam (nicht, dass ich sowas schon mal mitgemacht hätte...). Ich sag mal so, den Muffin und den Cookie vor dem Flug habe ich während der Landung massiv bereut!

Wie dem auch sei... In Baltimore angekommen, habe ich dem Strom folgend das halbe Flughafengebäude durchquert, bin aus dem Sicherheitsbereich raus und direkt in Walters Arme gelaufen, um dann entsetzt festzustellen, dass ich ohne Koffer unterwegs war. Walter hat dem "lost-looking girl" dann erstmal erklärt, dass man das Gepäck einfach an einer Sammelstelle unten im Gebäude abholt (merkwürdig die Amis...da kann einfach jeder an die Gepäckbänder!).

Walter ist ein cooler Kerl! Er ist ziemlich aufgeschlossen und unterhaltsam und hier so ein bisschen der Kümmerer und Hausmann. Mit ihm bin ich dann die Hunde, Belle und Joy (links: Joy, 12; rechts: Belle, 7), einsammeln gefahren und anschließend zur Schule der Kids. Dort kam Charlie sofort auf uns zugestürmt (ein wirklich witziger, kleiner Kerl, der eine Menge Blödsinn redet und anstellt...mit ihm habe ich sicherlich meinen Spass Charlie) und die Basketballtrainerin konnte ich auch schon kennenlernen Lachend! Nach 30 minütiger Suche und fünfmaligem Durchlaufen des kompletten Schulgebäudes hatten wir Helen (ein sehr höfliches, aufgeschlossenes Mädel, das mir den Start ziemlich leicht gemacht hat) dann auch endlich gefunden und konnten uns auf den Heimweg machen. Comus, so heißt die Gegend hier, sieht aus wie in den ganzen amerikanischen Filmen, speziell Horrorfilmen, mit langen Landstraßen, viel Wald und ab und an 1 oder 2 Häusern am Straßenrand. Es gefällt mir ziemlich gut, allerdings ist der Nachteil, dass man wirklich weite Strecken mit dem Auto zurücklegen muss, um von A nach B zu kommen (wobei B heißt: Schule, Schwimmhalle, Musikschule, Sportanlage oder wie heute morgen eine Farm in einem noch abgelegeneren Teil der Gegend, wo eine Geburtsparty steigt...).

Am Abend habe ich dann Pam kennengelernt und auch sie ist ziemlich nett, allerdings muss ich zugeben, habe ich bisher den besseren Draht zu Walter. Die erste Begegnung zwischen Pam und mir war jedoch auch nicht ganz leicht, da sie ziemlich kaputt von der Arbeit wirkte und ich im Stehen hätte einschlafen können. Ich habe kein vernünftiges Wort mehr rausgebracht (erst recht nicht auf Englisch) und habe mich dann ziemlich schnell nach unten in mein Zimmer verdrückt und bin ins Bett. Mein "Zimmer" ist der Hammer! Ich habe ein eigenes Apartment im Keller mit einem Extraeingang, einem Wohnzimmer mein Wohnzimmer, einer Küchenzeile meine Küche, einem riesigen Kühlschrank, einem Schlafzimmer mein Schlafzimmerund einem Bad mein Bad. Ich denke, dort werde ich mich ganz wohl fühlen Zwinkernd!

Heute Morgen lief die Kommunikation dann schon wieder viel besser. Ich habe sogar "deutsches" Brot, wie Walter es genannt hat, bekommen (die supersüßen Pancakes und Bagels mit Zwiebeln - keine Ahnung, wer sowas zum Frühstück mag - der letzten Tage konnte ich auch nicht mehr sehen!) und der Kaffee schmeckt auch super! Nachdem Walter und ich Helen zu ihrer Party gebracht haben, sollte ich mein Auto etwas einfahren und die Wege zu den wichtigsten Orten kennenlernen. mein Auto

Morgen lerne ich meinen Community Counseler und die anderen Au Pairs aus meiner Umgebung kennen, kann also hoffentlich ein paar Kontakte knüpfen...

Hier noch ein paar Bilder vom Matia-Haus: Matia Küche Wohnbereich Eingang

Zusammenfassung der New-York-Woche

Donnerstag, 14.03.2013

Morgen früh geht es los nach Maryland...endlich!

New York ist der Hammer! Die Wolkenkratzer, die Skyline, der Central Park und ÜBERALL Taxis, einfach nur der Wahnsinn!

Unsere Unterkunft, das YMCA - ein Hostel direkt am Central Park - könnte zwar nicht besser gelegen sein (zu Fuß 15 Min. zum Time Square zu brauchen, hat fast etwas unwirkliches...), dafür ist es halt auch nicht das Hilton. Ich freue mich auf mein eigenes Zimmer und die Etagendusche werde ich auch nicht vermissen Zwinkernd

Insgesamt waren wir hier eine Gruppe von 24 Mädels mit 10 verschiedenen Nationalitäten (Frankreich, Spanien, Brasilien, China, Südafrika, Italien, Rumänien, Finnland, Kolumbien und Deutschland) und es hat super viel Spass gemacht, sich über Typisches und Klischees auszutauschen (angeblich kannte keiner der Mädels negative Klischees über uns Deutsche...wer's glaubt! Zwinkernd). Dafür konnten wir mit unseren deutschen Süßigkeiten punkten und Seeed kam scheinbar auch ganz gut an - nicht so gut jedoch, wie "Die Affen rasen durch den Wald".

Morgen Mittag lande ich in Baltimore und werde dort von Walter in Empfang genommen. Mit ihm hole ich die Kids ab und dann geht's weiter zum Schwimmen und anderen Freizeitaktivitäten. Abends gehen wir wohl alle gemeinsam essen. Über Langeweile muss ich mir, wie es aussieht, erstmal keine Gedanken machen...

Bald mehr...

P.s. Die Kommentarfunktion habe ich mittlerweile aktiviert, also nur zu Lachend

Erste Eindrücke

Mittwoch, 13.03.2013

Nachdem es gestern total verregnet war, wir abends aber trotzdem eine Sightseeingtour durch NYC gemacht haben, hier mal die ersten Eindrücke der beeindruckenden Stadt!  

 

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Hallo ihr Lieben! Hier berichte ich über meine Erlebnisse in den USA. Ihr könnt gerne meine Blogeinträge kommentieren oder mich über das Kontaktformular anschreiben.

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